Seuchen und Pandemien in Wissenschaft und Literatur

Fritz Heidorn

„Meine Interpretation der Ereignisse seitdem ist, dass die Pandemie uns mit der Erkenntnis konfrontiert hat, dass unser Leben aus den Fugen geraten kann, dass wir tatsächlich sterben können, dass die Biosphäre sich erheben und alles verändern kann.“ (Kim Stanley Robinson in einem Gespräch mit Sam Matey-Coste, deutsche Übersetzung Fritz Heidorn)

(C) Pixabay

Unsere Biosphäre versorgt uns Menschen, kann uns aber auch schweren Schaden zufügen und uns im schlimmsten Fall töten. Kim Stanley Robinson bezeichnete die COVID-19-Pandemie als Weckruf. Wir Menschen sollten uns unsere Verletzlichkeit und unserer Abhängigkeit von der Natur des Planeten Erde bewusstwerden und sorgfältig mit ihr umgehen. Damit lenkt Robinson den Blick auf ein Thema, dass in der Geschichte der Menschheit dramatische Auswirkungen hatte und das in der Wissenschaft und in der Literatur ausführlich behandelt worden ist. Zur Erinnerung:

  • Der Schwarze Tod, die Pest-Pandemie des Spätmittelalters, forderte zwischen den Jahren1346 und 1353 wahrscheinlich 25 bis 50 Millionen Todesopfer in Europa. Die Auswirkungen der Pandemie auf gesellschaftliche Entwicklungen waren über die Todesfälle hinaus dramatisch, die Judenpogrome beispielsweise begannen in dieser Zeit.
  • Die Spanische Grippe forderte in den Jahren 1918 bis 1920 schätzungsweise zwischen 20 und 50 Millionen Todesopfer in Europa, 500 Millionen Menschen hatten sich infiziert.
  • Der COVID-Pandemie der Jahre 2020 bis 2024 fielen weltweit mehr als sieben Millionen Menschen zum Opfer.

Gleichviel ob wir uns mit einer Pandemie, dem Klimawandel oder welcher Krise auch immer beschäftigen, wir müssen uns mit Dystopien auseinandersetzen, wenn wir überleben wollen. Kim Stanley Robinson plädierte daher: „Dystopien – Jetzt“

Mehr lesen im neuen Essay von Fritz Heidorn auf der Seite des Demokratischen Salons erschienen im März 2026